Dubrovnik

Die Stadt Dubrovnik befindet sich am südlichsten Zipfel der kroatischen Adriaküste. Sie liegt am Fluss Dalma und am Fuße des 412 m hohen „Bergs“ Srđ. Dubrovnik hat ca. 50.000 Einwohner, wovon die wenigsten heutzutage in der Altstadt wohnen.

Dubrovnik entstand zwischen 598 und 615, als die Einwohner der griechischen Kolonie Epidaurus vor den vorrückenden Slawen fliehen mussten. Die Kolonie Epidaurus befand sich ungefähr dort, wo heute das Städtchen Cavtat ist.

In einem aufgeschütteten Sumpf wurde die Stadt Ragusium oder Rausium gegründet. Später durch Einfluss der slawischen Bevölkerung in Ragusa umbenannt, gehörte die Stadt zuerst zum Byzantinischen Reich (Nachfolger des oströmischen Reiches), nach 1205 zu Venedig. Von 1358 bis 1526 gehörte Dubrovnik zu Ungarn. Als die Osmanen den Balkan 400 Jahre besetzten, blieb Dubrovnik freie Handelsstadt mit Tributpflicht an den Sultan.

Mitte des 15. Jh. zählte Dubrovnik über 300 Handelsschiffe und etwa 40.000 Einwohner.
Im 16. und 17. Jh. war Dubrovnik das “slawische Athen”: Mit florierender Literatur, Schauspiel-, Bildhauer- und Baukunst.

Als 1667 ein schweres Erdbeben die Stadt erschütterte und die Gewichte des Welthandels sich verschoben, begann der Verfall der Stadt. Napoleon löste die Republik 1808 auf. 1814 entstand das Königreich Dalmatien, das zur Österreich-Ungarischen Monarchie zählte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Dubrovnik 1918 Jugoslawien zugesprochen. In Jugoslawien waren Kroaten, Slowenen und Serben unter König Petar I. zusammengeschlossen. In Zweiten Weltkrieg wurde Dalmatien von Italien besetzt, die es 1943 in das Königreich Kroatien umwandelten.

Im Jahre 1945 wurde Dubrovnik der Republik Kroatien zugesprochen, welche eine Teilrepublik der jugoslawischen Föderation des Präsidenten Tito war. Nach Titos Tod und den folgenden Machtkämpfen in Jugoslawien und Kroatien erklärte Kroatien 1991 seine Unabhängigkeit. Im Kroatienkrieg wurde die Stadt Dubrovnik von Oktober 1991 bis Mai 1992 belagert und schwer beschädigt. Über 1000 Granaten gingen auf Dubrovnik nieder. Heute sieht man diese Schäden nicht mehr, nur Fotos erinnern noch an diese traumatischen Monate, die sich tief in das kollektive Gedächtnis der Stadt eingegraben haben.

Die Altstadt Dubrovniks ist vollständig mit spätmittelalterlichen Mauern und Türmen befestigt. Die Stadtmauern Dubrovniks sind heute ein Besuchermagnet, denn man kann auf Ihnen die Altstadt von oben erkunden und geniesst von hier aus wunderbare Aussichten nicht nur auf die Stadt, sondern auch auf das azurblaue Meer, von dem sie umgeben ist.

Weitere Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte, sind das Franziskanerkloster, das die älteste europäische Apotheke beherbergt, die heute noch im Betrieb ist. Desweiteren das Dominikanerkloster mit seinem Klostergarten aus dem 14. Jh., der Sponza-Palast (16. Jh.) am Ende des Stradun, der Hauptflaniermeile in der Altstadt. Das Stadtcafé und der spätgotische Rektorenpalast (Knežev dvor, gebaut von 1435 bis 1441) sind ebenfalls einen Besuch wert.

Die Kathedrale, nach dem Erdbeben neu aufgebaut, weist Renaissance- und Barockelemente auf. Neben der Serbisch-Orthodoxen Kirche (1877) steht das Ikonenmuseum. Im Bischofspalast gegenüber der Kathedrale ist eine Gemäldesammlung mit Arbeiten von Rafaël, Tiepolo und Titiaan zu sehen.

Jedes Jahr findet in Dubrovnik im Juli und August das Sommerfestival mit Musik, Tanz, Theater und Folklore statt.

Auf der Halbinsel Lapad gibt es schöne Strände und verschiedene Hotels. Außerdem gibt es einen Hafen beim Stadtteil Gruž (von dem aus auch das Fährschiff Postira täglich zu den elafitischen Inseln Koločep, Lopud und Šipan ablegt).

Weitere aktuelle Informationen rund um die Stadt Dubrovnik erhalten Sie hier im Blog unter der Kategorie Dubrovnik.

Share and Enjoy

Comments are closed.